
eßbach wird zum ersten mal im Jahre 1328 als Hofgut mit
großer Schäferei im Besitz der Herren von Dörzbach erwähnt.
Die Besitzer, zu denen u.a. auch Graf v. Zeppelin und die
Familie der heutigen Dörzbacher Freiherren von Eyb gehörten,
wechselten häufig und seit 1832 gehört das Hofgut den
Freiherren von Palm.
Durch Staatsvertrag kam Meßbach im Jahre 1806 von
badischer unter württembergische Staatshoheit und wurde
verwaltungstechnisch dem Oberamt Schöntal zugewiesen. Seit
1812 gehörte Meßbach zum Oberamt Künzelsau. Im Jahre
1829 wird Meßbach selbständige Gemeinde mit eigenem
Bürgermeister.
Die Einwohner von Meßbach hatten bei den stattfindenden
Jagden unentgeldlich zu treiben, mussten ansonsten aber keine
Frondienste erbringen. Im Jahre 1839 verzichtet die
Grundherrschaft auf die Jagdfron, weil die Einwohner
Meßbachs diese Verpflichtung in Abrede stellen. 1843 gibt es
um die Schafweide einen Prozeß zwischen bürgerlicher
Gemeinde und Palm. Dabei wird entschieden, dass die
Gemeinde befugt ist, auch die den Palm gehörenden Wiesen bis
Martini mit Rindvieh zu beweiden und dass Palm nicht das
Recht habe, die Wiesen vor Martini mit Schafen zu befahren. In
diesem Jahr hatte Meßbach 228 Einwohner.
1840 wird der Meßbach, der sich früher durch die Wiesen
schlängelte, begradigt.
Im Revolutionsjahr 1848 wird das "Bürgereinzugsgeld"
aufgehoben. Jede nach Meßbach zugezogene Person musste bis
dahin an die Grundherrschaft zahlen, wenn sie nach Meßbach
zuziehen wollte. Ebenso wurden wegen der im Rahmen der
Revolution erlassenen Bestimmungen zur Lastenablösung
Zehentrechte der Herrschaft gegenüber den Einwohnern
abgeschafft.
Dass die Meßbacher heute zum größten Teil katholischen
Glaubens sind, geht mit auf Karl von Eyb (1702-1778) zurück.
Er verlangte, dass sich die evangelischen Untertanen durch
Kapuzinerpater Joachim von Bartenstein, der seit 1771 in
Meßbach pastorierte, trauen, beerdigen, sowie ihre Kinder
taufen lassen sollten.
Bereits im Jahre 1770 gibt es eine örtliche Schule.
Als Literatur zur Geschichte Meßbachs ist u.a. das Dörzbacher
Heimatbuch zu empfehlen, erhältlich bei der Gemeinde
Dörzbach.
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