
bwohl Meßbach nur etwas mehr als 150 Einwohner zählt, hat es einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Kommen Sie mit auf
eine kurze virtuelle Führung mit Bildimpressionen.
Allgemein
Meßbach ist, wie das übrige Jagsttal auch, vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Am Ort gibt es einen
Nebenerwerbslandwirt, der Zwergzebus züchtet. Diese Hausrindrasse ist ein Abkömmling des Wildrinds (Bos taurus
indicus) und an seinem charakteristischen Buckel zu erkennen (siehe Foto Mitte).
Das dritte Foto zeigt den Blick über das alte Pfarrhaus (Ortsmitte) hinweg zum Tannenwald. Zur Authentizität des
Örtchens tragen auch die Architekturdenkmale Meßbachs bei, mit denen wir uns in den folgenden Abschnitten näher
beschäftigen.
 
Dreifaltigkeitskirche
Die 1776/77 durch Friedrich Karl von Eyb neben dem Schloss erbaute Kirche gilt als schönste Rokokokirche des
Hohenloher Landes. Nach Voranmeldung macht der Mesner gern eine Führung durch die Kirche.
 
Schloss Meßbach
Nach Überlieferungen begann J.A. Öhninger vor 1750 mit dem Bau des Schlosses, das jedoch erst unter von Eyb'scher
Herrschaft zwischen 1760 und 1763 vollendet wurde. Das rechteckige Gebäude mit vier Rundtürmen wird 1883 um ein
Stockwerk erhöht, dem Walmdach weicht das Mansartdach. Zum Schloss gehören ein See und ein großer Park. Das Schloss
ist im Privateigentum und kann nicht besichtigt werden.
 
Kapelle St. Wendel zum Stein
Wer von Meßbach aus einen Spaziergang an die Jagst macht, kann die auf Dörzbacher Gebiet stehende Kapelle St. Wendel
besuchen. Diese Kapelle wird 1478 zum ersten mal genannt, scheint aber wesentlich älter zu sein. Das heutige Bauwerk
entstand 1511-15, die verwendeten Materialien sind noch älter. Die Kapelle ist auf einem großen, senkrecht abfallenden
Fels erbaut und eine Wand bildet der Fels, an den die Kapelle angelehnt ist. Die Decke ist aus Holz und mit schönem Muster
bemalt.
Der Fund von Ringen, einer Bernsteinperle und menschlichen Knochen nahe der Kapelle hat belegt, dass dort früher Kelten
lebten.
 
Das Meßbacher Wasserschloss
suchen die meisten Besucher vergeblich. Es handelt sich hier um ein ganz normales Wohngebäude, das in der
Siedlungsstraße in einer Lage gebaut wurde, in der es früher gelegentlich Hochwasser gab. Im Volksmund entwickelte sich
so der Name Wasserschloss. Seit dem Umbau der Ortskanalisation ist das Wasserschloss trockengelegt, doch der Name
bleibt erhalten und auch die Wappenfahne der residierenden Grafschaft weht gelegentlich noch.
Hohenloher Landschaft
Die Hohenloher Landschaft rund um Meßbach wird durch das hier herrschende rauhe Klima besonders geprägt. Im Winter
werden oft Tiefsttemperaturen gemessen. Niederschläge gibt es aber tendenziell weniger als in der Region. Bizarre Formen
verwilderter Obstbäume geben im Winter ein besonders märchenhaftes Bild.
 
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